Buschhoven. Ende Januar beginnen die Bauarbeiten zur Wiederherstellung des Sportlerheims Buschhoven. Das Gebäude war bei der Flutkatastrophe im Sommer 2021 schwer beschädigt worden, rund einen halben Meter hoch stand das Wasser in den Innenräumen. Mit dem Start der Sanierungsarbeiten rückt eine vollständige Nutzung des Sportlerheims durch die Vereine nun wieder in greifbare Nähe.
Ein Bild der Zerstörung bot sich noch Anfang Januar: herausgerissene Böden, abgeschlagene Wände und eine stark reduzierte Inneneinrichtung. Davon überzeugte sich Bürgermeister Tobias Leuning bei einer Begehung der Anlage am 12. Januar 2026 gemeinsam mit Vertretern der SV Hertha 1911 Buschhoven e.V. sowie dem für den kommunalen Wiederaufbau beauftragten Projektmanagement.
Trotz der Schäden konnte der Trainings- und Spielbetrieb des Vereins aufrechterhalten werden – nicht zuletzt dank der vom Deutschen Fußball-Bund bereitgestellten Container. Eine vollumfängliche Nutzung des Sportlerheims für die Vereinsarbeit war jedoch bislang nicht möglich.
Im Rahmen der Begehung stellten der 1. Vorsitzende der SV Hertha, Werner Neffgen, und sein Stellvertreter Peter Schneider gemeinsam mit den beauftragten Firmen die vorgesehenen Maßnahmen vor. Geplant sind unter anderem die Erneuerung der Böden, der Stromverteilung und der Decken. Zusätzlich werden Schutzmechanismen wie ein Dammbalkensystem installiert, um das Gebäude künftig besser vor Hochwasser zu schützen.
Die Gesamtkosten für Planung, Bau und Inventar belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Unmittelbar nach der Flut war bereits der Kunstrasenplatz durch eine Spezialfirma von Schlamm und Schmutz befreit worden. Besonders bitter: Kurz vor der Flut waren im Sportlerheim bereits Umbau- und Modernisierungsarbeiten abgeschlossen worden, die durch das Hochwasser vollständig zerstört wurden.
Bürgermeister Tobias Leuning zeigt sich optimistisch:
„Ich freue mich sehr für die Hertha Buschhoven, dass die Instandsetzungsarbeiten nun endlich beginnen können. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Arbeiten innerhalb der nächsten sechs Monate abgeschlossen werden. Damit steht dem Verein, wenn alles wie geplant läuft, zur kommenden Saison wieder ein modernes Sportlerheim zur Verfügung. Ich danke dem SV Hertha Buschhoven ausdrücklich für seine Geduld und bin gespannt auf das Ergebnis.“