Swisttal zeigt Flagge. Als sichtbares Zeichen für Toleranz und Vielfalt weht zum internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (17. Mai) vor dem Rathaus die Regenbogenfahne. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde, Katja Blindert, hisste Bürgermeister Tobias Leuning die Fahne.
„Die Gleichberechtigung und Akzeptanz aller Menschen ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch noch immer erfahren Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität Ablehnung und Ausgrenzung. In Teilen der Gesellschaft scheint sich dies sogar wieder zu verstärken. Dabei macht Vielfalt unsere Gemeinschaft stärker. Die Regenbogenfahne erinnert uns daran, dass Respekt und Gleichberechtigung für alle gelten. Am 17. Mai setzen wir ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für eine bunte Gesellschaft: Swisttal ist liberal, vielfältig und weltoffen.“
Am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie wird an den 17. Mai 1990 erinnert. An jenem Tag vor nunmehr 36 Jahren wurde die Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen. Sie gilt offiziell seitdem nicht mehr als Krankheit. Zudem erinnert das Datum an den Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, der sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte und somit die Verfolgung homosexueller Menschen ermöglichte. Er wurde erst 1994 abgeschafft.
Ziel der am 17. Mai weltweit durchgeführten Aktion ist es, Respekt einzufordern und sich mit Engagement für die Akzeptanz aller Formen nicht heterosexueller Lebensweisen zu beteiligen.