Die umfassende Modernisierung des Kleinschwimmbads in Heimerzheim verzögert sich aufgrund der Insolvenz des beauftragten Rohbauers, geht nun aber weiter voran. Die Gemeinde Swisttal informiert jetzt den Bau-, Vergabe- und Denkmalschutzausschuss über den aktuellen Stand des Projekts.
Neben der Schwimmhalle werden auch die Umkleide-, Sanitär- und Technikbereiche erneuert und teilweise neugestaltet. Zudem erhält das Gebäude moderne Schwimmbad-, Lüftungs- und Steuerungstechnik. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Bad technisch auf dem neuesten Stand sein, deutlich energieeffizienter betrieben und mehr Nutzungszeiten insbesondere für den Schulbetrieb bieten.
Insolvenz der Rohbaufirma führte zu Verzögerungen
Die Bauarbeiten liefen zunächst planmäßig. Ende 2025 gerieten die Arbeiten jedoch ins Stocken, nachdem die beauftragte Rohbaufirma ihre Tätigkeit unerwartet eingestellt hatte und später Insolvenz anmeldete.
Da die Rohbauarbeiten Voraussetzung für viele weitere Gewerke sind, hatte dies erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Bauablauf. Nach der förderrechtlich notwendigen rechtlichen Abwicklung und einer erneuten Ausschreibung konnten die ausstehenden Rohbauarbeiten erst im Juni 2026 neu vergeben werden.
Vor diesem Hintergrund musste der Bauzeitenplan vom beauftragten Generalplanungsbüro überarbeitet werden. Nach aktuellem Stand ist die Wiedereröffnung des Kleinschwimmbads für Mitte 2027 vorgesehen.
„Die gute Nachricht ist: Die Arbeiten laufen inzwischen wieder. Ein wichtiger nächster Schritt ist jetzt der Einbau der neuen Fenster- und Fassadenelemente. Sobald das Gebäude vollständig geschlossen ist, können die weiteren Ausbauarbeiten im Inneren richtig Fahrt aufnehmen“, skizziert Bürgermeister Tobias Leuning den aktuellen Sachstand.
Mehrkosten durch Baupreisentwicklung
Neben den zeitlichen Verzögerungen haben sich auch die Baukosten erhöht. Bei mehreren Ausschreibungen lagen die Angebotspreise deutlich über den ursprünglichen Kalkulationen. Ursache sind unter anderem die weiterhin schwierige Marktlage und die teilweise geringe Zahl eingegangener Angebote. Für die Sanierung stehen im Haushalt der Gemeinde 6,8 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden 4,5 Millionen Euro aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ vom Land NRW gefördert.
Die Verwaltung rechnet derzeit mit zusätzlichen Kosten von insgesamt rund 260.000 Euro, die aus nicht benötigten Mitteln für andere Investitionsmaßnahmen gedeckt werden sollen. Diese setzen sich aus der zeitlichen Verzögerung, höheren Baukosten und den daraus resultierenden Anpassungen bei den Planungskosten zusammen.