Einweihung des Flutdenkmals am 07. Juli 2026 um 16:30 Uhr vor dem Rathaus Swisttal

Ludendorf. Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat die Gemeinde Swisttal besonders schwer getroffen: Neben massiven Schäden an kommunaler Infrastruktur haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ihr Haus, ihre Wohnung, ihr Hab und Gut verloren. Zurück blieben Schäden in Millionenhöhe und emotionale Narben.

Um einen gemeinsamen Ort zum Erinnern und Gedenken zu schaffen, beschloss der Rat 2022 die Herstellung eines gemeindlichen Flutdenkmals, welches an diesen folgenschweren Tag erinnern soll – und alles, wofür er steht.

Das Flutdenkmal wurde nun vor dem Rathaus hergestellt und kann am 7. Juli ab 16:30 Uhr eingeweiht werden. Die Swisttaler Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Einweihung teilzunehmen und gemeinsam zu gedenken und zu erinnern.

Das Flutdenkmal wurde im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs ausgesucht. Nach Bewertung der Jury vom Arbeitskreis „Flutgedenken“ gewann der Entwurf „Einblicke – Durchblicke“ von Künstler Jürgen Brockerhoff.

Anschließend galt es, einen geeigneten Ort für das Denkmal in der Flächengemeinde Swisttal zu finden. Es wurde eine Vielzahl möglicher Orte geprüft, die verschiedenen Kriterien genügen sollten: barrierefrei, ausreichend Parkplätze und Infrastruktur, zentral genug, damit sich die gesamte Gemeinde mit dem Flutdenkmal identifizieren kann, aber auch ausreichend ruhig und abgelegen als Rückzugsort. Durch diese notwendigen Anforderungen verzögerten sich Planung und Ausführung. Bei vielen der möglichen Orte wären Flächenerwerb, hohe Erschließungskosten oder Befreiungen vom Landschafts- und Naturschutz durch die übergeordnete Behörde erforderlich gewesen. Letztlich entschied man sich, das gemeindliche Flutdenkmal vor dem Eingang des Rathauses als Begegnungsstätte für die Bürgerinnen und Bürger zu errichten, da die Rahmenvoraussetzungen gegeben sind.

Das Denkmal steht für die Gewalt der Flut und das Ausmaß der Katastrophe und setzt somit in der Gemeinde Swisttal eine Mahnung gegen das Vergessen. Brockerhoffs Intention war es, durch die Intensität des gewollten Rostes den Einfluss der Natur auf Fassaden symbolisch darzustellen. Das Kunstwerk ergibt kein geschlossenes Bauwerk und erweckt somit den Eindruck, als wären einzelne Elemente fortgespült worden und hätten sich an anderer Stelle miteinander verkeilt.

 

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