Bürgermeister stellt Swisttaler Gemeindeverwaltung neu auf

Neue Verwaltungsstruktur ab 1. November – Eigenständiges Dezernat für Planen und Bauen – Klare Verantwortlichkeiten und stärkere Steuerung ohne zusätzliche Stellen

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt stellt Bürgermeister Tobias Leuning die Gemeindeverwaltung organisatorisch neu auf. Zum 1. November 2026 tritt eine neue Verwaltungsstruktur mit drei Dezernaten in Kraft. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung des Bereichs Planen und Bauen, klarere Führungs- und Verantwortungsstrukturen sowie die Reduzierung bisheriger Stabsstellen. Zugleich soll der Bürgermeister von operativen Aufgaben entlastet werden, um sich stärker der strategischen Steuerung der Gesamtverwaltung und wichtigen Zukunftsthemen wie der Digitalisierung widmen zu können. Die Neuorganisation erfolgt kostenneutral und ohne zusätzliche Stellen.

Bürgermeister Tobias Leuning erklärt dazu: „Ich habe mir bewusst ein Jahr Zeit genommen, um die Abläufe, Strukturen und Zuständigkeiten in unserer Verwaltung zu analysieren. Zunächst lag der Schwerpunkt auf der Wiederbesetzung vakanter Stellen und sorgfältiger Personalauswahlverfahren. Parallel dazu haben wir die künftige Organisation der Verwaltung vorbereitet.“

 

Drei Dezernate mit klaren Zuständigkeiten

Künftig gliedert sich die Gemeindeverwaltung in drei Dezernate mit thematisch abgegrenzten Aufgaben und eindeutigen Führungsverantwortlichkeiten.

Dezernat I – Bürgermeister: Hier werden künftig das Ratsbüro mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Personal und Organisation, die Allgemeine Verwaltung mit den Zentralen Diensten sowie IT und Digitalisierung und der Baubetriebshof gebündelt. Die Stabsstelle Wiederaufbau bleibt unmittelbar dem Bürgermeister zugeordnet.

Dezernat II – Beigeordneter: Das Dezernat umfasst die Bereiche Finanzen, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bürgerbüro und Standesamt sowie Schulen und Soziales. Der Fachbereich Schulen erhält mit Sebastian Schubert eine neue Leitung und übernimmt künftig auch die Zuständigkeit für Soziale Angelegenheiten, die bislang dem Ordnungsbereich zugeordnet waren.

Dezernat III – Planen und Bauen: Der bisherige Fachbereich III wird zu einem eigenständigen Dezernat weiterentwickelt. Ihm gehören die Bereiche Planung und Bauverwaltung, Tiefbau einschließlich Gewässer- und Hochwasserschutz, Gebäude- und Grundstücksmanagement, Integrierte Entwicklung und Ortskernerneuerung sowie Klima und Umwelt an. Auch die Projektgruppe Schulbau wird unmittelbar der Dezernatsleitung zugeordnet. Die Leitung übernimmt zunächst kommissarisch der bisherige Fachbereichsleiter Jürgen Funke, der bald in den Ruhestand wechselt.

 

Stärkere Steuerung und Qualitätssicherung bei Bauprojekten

Mit der Bildung eines eigenen Dezernats Planen und Bauen will der Bürgermeister diesem Aufgabenbereich innerhalb der Verwaltung mehr Gewicht und eine klarere Führungsstruktur geben.

„Ob Schulbau, Wohnungs- und Gewerbeentwicklung, Hochwasserschutz, die Sanierung gemeindlicher Gebäude oder der Klimaschutz: In diesen Bereichen stehen wir vor großen Aufgaben und erheblichen Investitionen. Wir wollen Projekte künftig noch besser aufeinander abstimmen, Verantwortlichkeiten eindeutig zuordnen und die Qualitätssicherung stärken. Unser Anspruch ist, dass Vorhaben verlässlicher geplant, Risiken frühzeitig erkannt und Fehler möglichst vermieden werden“, betont Leuning.

 

Mehr Raum für strategische Führung und Digitalisierung

Die Neuorganisation soll zugleich die Verwaltungsspitze im operativen Tagesgeschäft entlasten. Durch die eigenständige Führungsverantwortung im Bereich Planen und Bauen soll der Bürgermeister mehr Raum für die strategische Steuerung der Gesamtverwaltung gewinnen.

„Als Bürgermeister ist es meine Aufgabe, nicht nur das Tagesgeschäft im Blick zu behalten, sondern die Verwaltung insgesamt zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehören eine moderne Führungskultur, effiziente Abläufe und insbesondere die Digitalisierung. Mit der neuen Verwaltungsstruktur schaffe ich mir den nötigen Freiraum, um diese Zukunftsaufgaben gezielt voranzutreiben und unsere Verwaltung weiterzuentwickeln“, erklärt Leuning. Die Zuständigkeit für IT und Digitalisierung wird deshalb künftig unmittelbar im Dezernat des Bürgermeisters angesiedelt.

 

Weniger Stabsstellen und verständlichere Strukturen

Mit der Neuorganisation werden außerdem drei bisherige Stabsstellen in die reguläre Fachbereichsstruktur integriert. Aus dem bisherigen Bürgermeister- und Ratsbüro mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird der Fachbereich „Ratsbüro und Presse“. Auch Personal und Organisation wird künftig als eigener Fachbereich geführt.

Die bisherige Stabsstelle Wirtschaftsförderung wird in den Fachbereich „Planung, Bauverwaltung und Wirtschaftsförderung“ eingegliedert. Damit sollen Wirtschaftsförderung, Flächenentwicklung und gemeindliche Planung enger miteinander verzahnt werden.

Zugleich werden die Bezeichnungen und Nummerierungen der Fachbereiche vereinheitlicht und vereinfacht. So wird beispielsweise aus dem bisherigen Fachgebiet „Soziale Leistungen/Senioren- und Pflegeberatung/Inklusion/Kinder und Jugend“ künftig das Fachgebiet „Soziale Angelegenheiten“. Die neue Systematik macht zudem die Zuordnung der einzelnen Organisationseinheiten zu den Dezernaten deutlicher.

 

Neuorganisation ohne zusätzliche Stellen

Die neue Verwaltungsstruktur tritt zum 1. November 2026 in Kraft. Sie wird im Rahmen der Organisationsbefugnis des Bürgermeisters umgesetzt. Die geplante Neuorganisation wurde im Verwaltungsvorstand und mit dem Personalrat erörtert und stieß dort auf Zustimmung.

„Mir war wichtig, die Verwaltung organisatorisch zu stärken, ohne zusätzliche Stellen zu schaffen oder den Haushalt weiter zu belasten. Wir ordnen Verantwortlichkeiten neu, reduzieren Stabsstellen und stärken die Führung dort, wo besonders große Aufgaben vor uns liegen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Gemeindeverwaltung“, so Bürgermeister Leuning abschließend.

 

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