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Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)

Vorwort der Bürgermeisterin

Sehr geehrter Damen und Herren,
liebe Swisttalerinnen und Swisttaler,


seit Ende 2018 widmet sich die Gemeinde Swisttal, gemeinsam mit dem beauftragten Büro, der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, dem Prozess und zugleich der Herausforderung zur partizipativen Erarbeitung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (kurz ISEK). Übergeordnetes Ziel des integrierten Handlungskonzeptes soll eine zukunftsorientierte und nachhaltige Sicherung der Daseinsvorsorge in wirtschaftlicher sowie sozialer Hinsicht sowie der Aufenthaltsqualität unserer Orte sein.
Im Jahr 2019 feierte die Gemeinde Swisttal ihr 50-jähriges Bestehen. Die erstmalige Erstellung des Gemeindeentwicklungskonzeptes liegt, Stand heute, nun zehn Jahre zurück. Die Situation in den einzelnen Ortsteilen hat sich, insbesondere in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren, maßgeblich verändert. Ein struktureller Wandel zeichnet sich dabei insbesondere in den bevölkerungsreicheren Orten Buschhoven, Odendorf und Heimerzheim ab. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger können sich noch an eine Zeit erinnern, in der die Ortskerne das Zentrum des alltäglichen und geschäftlichen Lebens bildeten. Die Ortsmitte war belebt durch kleine und mittelständische Betriebe wie Supermärkte, Metzger, Bäcker und Postfilialen sowie durch hiesige Handwerksbetriebe in Form von Schuster, Schmied und Schreiner. Aktuelle Entwicklungen wie die veränderten Lebensverhältnisse, ein verändertes Einkaufsverhalten und veränderte Flächenbedarfe führten zu einer Abwanderung und Umsiedlung des Einzelhandels in die Randbereiche der Orte. Zurück bleiben nicht selten leerstehende Ladenlokale. Langfristig wäre hieraus ein Funktionsverlust der gesellschaftlichen und historisch gewachsenen Zentren in den Ortsteilen zu erwarten.
Ihre Funktion als sozialer Kommunikations- und Lebensraum mit einer hohen Aufenthaltsfunktion können die Zentren, insbesondere in den einwohnerstarken Ortsteilen nur dann weiterhin erfüllen, wenn wir dem beginnenden Abwärtstrend entgegensteuern und die soziale und wirtschaftliche Existenzsicherung der einzelnen Orte mit strategischen Maßnahmen und zielgerichteten Investitionen anstoßen. Das vorliegende ISEK dient dabei als mehrjähriges, strategisches Planungs- und Steuerungsinstrument. Im Rahmen umfangreicher Beteiligungsprozesse wurden aktuelle, konkrete und gebietsbezogene Entwick-lungsziele erarbeitet, aus denen Handlungsbedarfe sowie nachhaltige Maßnahmen und Projekte für die einzelnen Ortsteile abgeleitet wurden.
Deshalb bilden die Anregungen und Hinweise aus den Bürgerwerkstätten gemeinsam mit den Ergebnissen aus verschiedenen Workshops und Veranstaltungen, mit den VertreterInnen der Kommunalpolitik sowie der Verwaltung die Grundlage für das vorliegende städtebauliche Entwicklungskonzept. In
der heutigen Stadtplanung geht solchen Entwicklungsprozessen ein integrierter, gemeinschaftlicher Arbeits- und Beteiligungsprozess voraus. Anlässlich dessen haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Institutionen in den verschiedenen Beteiligungsformaten zur Mitgestaltung der zukünftigen Entwicklung Swisttals mit uns diskutiert und ihre Vorstellungen, Wünsche und Anregungen eingebracht.
Themen- und Problemschwerpunkte wurden auf diese Art lokalisiert und Handlungsmöglichkeiten zur Steigerung der Attraktivität und zukünftigen Nutzung erarbeitet. Wesentliche Entwicklungsziele für Swisttal sind ein hoher Bedarf an soziokulturellen Einrichtungen, Gemeinbedarfseinrichtungen in verschiedenen Teilräumen der Gemeinde, die auf kurzem Wege erreichbar sind, die Steigerung der Aufenthaltsqualität in den Zentren und der Ortsmitte, eine standortgerechte Nahversorgung und die Entwicklung themenübergreifender öffentlicher Plätze sowie Grünbereiche, die alle Generationen ansprechen. Als wichtige Maßnahmen und Projekte wurden für den Ortsteil Odendorf ein multifunktionaler Dorfsaal sowie die Gestaltung der Orbachaue und des Zehnthofplatzes herausgearbeitet. Die Leerstände in der Odinstraße zeigen ebenfalls einen besonderen Handlungsbedarf auf. Für Buschhoven stellen die künftige Entwicklung des Dietkirchenhofs, die Gestaltung des Toniusplatz sowie seines Umfelds und der Entwicklungsprozess für ein multifunktionales Nahversorgungszentrum im Ortskern die zentralen Elemente dar. In Heimerzheim haben sich neben der Entwicklung des Schulcampus, mit modernen Sportstätten, punktuelle Maßnahmen wie die Weiterentwicklung des Alten Klosters zu einem Ort der Begegnung und die Umgestaltung des Peter-Esser-Platzes, mit Einbindung der Swist, zu einem Mehrgenerationenplatz herauskristallisiert.
Das ISEK dokumentiert die von den Swisttaler Bürgerinnen und Bürgern gewünschte zukünftige Entwicklung in den Ortszentren. Es ist damit Ausdruck der in demokratischen Prozessen entstandenen Zukunftsperspektive zum gemeinsamen Leben und Arbeiten. Ziel ist es die Nutzungsvielfalt bestehend aus Einzelhandel, Dienstleistungen, öffentlichen Einrichtungen, Klima, Mobilität, Kultur, Freizeit und Naherholung zu erhalten und miteinander zu vernetzen. Durch gezielte Handlungsansätze sollen zukünftig weitere Synergieeffekte sowie Anschubwirkungen erzielt werden.
Ich danke allen, die an der Erarbeitung des ISEK und dem vorliegenden Maßnahmenpaket mitgewirkt haben. Insbesondere danke ich den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Vereinen und Institutionen. Ein weiterer Dank geht an die Bezirksregierung Köln sowie an das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen für Ihre Beratung und konstruktiven Abstimmungsgespräche. Ich bedanke mich bei den Swisttaler Fraktionen für Ihre Unterstützung und Mitwirkung an diesem für Swisttal wichtigen Prozess. Der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH danke ich für die produktive Zusammenarbeit und Prozessbegleitung. Zu guter Letzt, danke ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den engagierten und intensiven Einsatz im Rahmen der Erstellung des vorliegenden Entwicklungs- und Handlungskonzeptes.

Ihre

Petra Kalkbrenner
(Bürgermeisterin)

Swisttal, im Januar 2021

 

Abschlussbericht des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) "Swisttal" mit vertiefender Betrachtung der Ortsteile Odendorf, Buschhoven und Heimerzheim

Hier können Sie den Abschlussbericht zum ISEK Swisttal herunterladen.

Weiterführende allgemeine Informationen

Bürgerwerkstätte

Online-Beteiligungen

Multifunktionalen Neubau Grundschule/Dorfsaal Odendorf