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Freiraumkonzept der Gemeinde Swisttal

Die Erarbeitung des Freiraumkonzeptes erfolgt durch den Fachbereich III/1 Gemeindeentwicklung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Umweltplanung und wissenschaftliche Beratung aus Bonn.

Ansprechpartnerin Freiraumkonzept

Anna Lena Müller
Rathausstr. 115
53913 Swisttal-Ludendorf
Telefon (d): (02255) 309-617
E-Mail: Annalena.Mueller[ät]Swisttal.de

Im Folgenden werden die Inhalte und Ziele des Freiraumkonzeptes vorgestellt. Dabei werden nachstehende Fragen beantwortet:

  • Was ist ein Freiraumkonzept?
  • Wie erfolgte die Analyse des Swisttaler Freiraums?
  • Welche Merkmale zeichnen den Freiraum der Gemeinde Swisttal aus?
  • Welche Leitbilder und Entwicklungsziele wurden für den Freiraum definiert?
  • Wie kann ich mich einbringen?

 

Was ist ein Freiraumkonzept?

Freiraum kann ökologische, soziale und ökonomische Funktionen erfüllen: Beispielsweise ist er Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, ist wichtiger Klimaausgleichsraum, bietet Möglichkeiten der Naherholung und ist Produktionsstätte für land- und forstwirtschaftliche Güter (vgl. Abb. 1).

Freiraum kann ökologische, soziale und ökonomische Funktionen übernehmen. Die verschiedenen Belange sollen im Rahmen des Freiraumkonzeptes aufeinander abgestimmt werden.

Abb. 1 Freiraum kann ökologische, soziale und ökonomische Funktionen übernehmen. Die verschiedenen Belange sollen im Rahmen des Freiraumkonzeptes aufeinander abgestimmt werden.

 

  • Freiraum gerät zunehmend unter Druck: Flächen werden für Wohn- und Gewerbegebiete oder den Straßenbau versiegelt, für den Anbau nachwachsender Rohstoffe werden land- und forstwirtschaftliche Flächen benötigt, der Klimawandel erhöht den Bedarf an Klimaausgleichsflächen für die Kühlung, die Frischluftzufuhr oder den Wasserrückhalt und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt werden Flächen für Extensivierungen und Renaturierungen dringend benötigt.
  • Der Freiraum, der in dem Konzept untersucht wird, umfasst sowohl Flächen in der Landschaft wie Äcker, Wiesen und Weiden, Wälder und Gewässer, als auch unbebaute Flächen im Siedlungsbereich wie Grünanlagen, Parks oder Spielplätze.
  • Ziel des Freiraumkonzeptes ist es, die verschiedenen Belange im Freiraum aufeinander abzustimmen. Das Freiraumkonzept beinhaltet:

         1.) Eine Freiraumanalyse mit Darstellung der Stärken und Schwächen des Freiraums der Gemeinde Swisttal und der Herausarbeitung von Potenzialen zur Freiraumentwicklung,

          2.) die Definition von Leitbildern und Entwicklungszielen, sowie

          3.) die Konzeption von gezielten Maßnahmen zur Aufwertung des Freiraums.

 

Wie erfolgte die Analyse des Swisttaler Freiraums?

  • Die Freiraumanalyse erfolgt sowohl für verschiedene Themenfelder (vgl. Abb.1), als auch für die verschiedenen Freiraumbereiche Börde, Gewässer, Wald und Siedlungsfreiflächen.
  • Für die Freiraumanalyse stehen durch Fachgutachten und Informationssysteme wertvolle Daten zur Verfügung, die in einem Freiraumkataster zusammengetragen und verschnitten wurden (Abb. 2). Auf Grundlage dieser Daten können wiederum eigene Analysen abgeleitet werden.
  • Konzepte anderer Themenschwerpunkte wie das ISEK der Gemeinde Swisttal oder das Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel der Region Rhein-Voreifel, liefern für das Freiraumkonzept wichtige Grundlagen. In der Gemeindeentwicklung sind sie gesamtheitlich zu betrachten. 
  • Neben diesen Datengrundlagen ist die Gemeinde darüber hinaus auf die Expertise von Experten und Informationen von den Menschen vor Ort angewiesen. Eine Übersicht über die durchgeführte und geplante Akteursbeteiligung gibt Tabelle 1. Ein besonders wichtiger Baustein ist dabei auch die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, der unter dem Punkt „Wie kann ich mich einbringen?“ näher erläutert wird.
Bestehendes Kartenmaterial und Informationen aus anderen Konzepten wurden in ein Freiraumkataster zusammengetragen, verschnitten und daraus eigene Analysen abgeleitet.

Abb. 2 Bestehendes Kartenmaterial und Informationen aus anderen Konzepten wurden in ein Freiraumkataster zusammengetragen, verschnitten und daraus eigene Analysen abgeleitet.

 

Tabelle 1: Akteursbeteiligung im Rahmen des Freiraumkonzeptes

Welche Merkmale zeichnen den Freiraum der Gemeinde Swisttal aus?

Im Folgenden sollen ausgewählte Ergebnisse der Freiraumanalyse zu den in Abbildung 1 genannten Themenbereichen in einer Kurzfassung vorgestellt werden. Dazu gehören (bitte auf die jeweiligen Themenbereiche klicken):

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Darstellung um Zwischenergebnisse handelt.

Der spätere Abschlussbericht wird eine ausführliche Beschreibung der Freiraumanalyse mit den verwendeten Planungsgrundlagen und Methoden sowie der detaillierten Ergebnisdarstellung enthalten. Außerdem wird der Bericht nach der Beteiligung von Landwirtschaft und Bürgerschaft um Handlungsräume sowie konkrete Maßnahmen zur Freiraumentwicklung ergänzt. Der Abschlussbericht wird nach Fertigstellung des Konzeptes auf der Gemeindehomepage zugänglich gemacht.

 

Welche Leitbilder und Entwicklungsziele wurden für den Freiraum definiert?

  • Im Anschluss an die Freiraumanalyse wurden Leitlinien für die Freiraumentwicklung entworfen und konkrete Entwicklungsziele definiert. Die Entwicklungsziele wurden einem Entwicklungsraum zugeordnet. Die Entwicklungsräume fassen Bereiche zusammen, die sich hinsichtlich ihrer Ausprägung ähneln und potenziell von gleichen Maßnahmen profitieren.
  • Die Leitlinien und Entwicklungsziele wurden im Klima- und Umweltschutz-, Wirtschaftsförderungs- und Energieausschuss am 09.06.2021 beschlossen.
  • Darauf aufbauend werden gezielte Maßnahmen zur Aufwertung des Freiraums abgeleitet

Die Leitlinien lauten:

  1. Vielfältige Lebenswelten zwischen Stadt und Land. Nachhaltige Nutzung und Entwicklung einer abwechslungsreichen Landschaft mit Ville, Börde und Swist.
  2. Landwirtschaft, starker Partner für Mensch und Natur.
  3. Freiräume als Klimapuffer. Zukunftsfähig durch Klimaschutz und Klimaresilienz.
  4. Natur und Landschaft als Erlebnis- und Lernraum. Naherholung nachhaltig gestalten und fördern.
  5. Grün, Blau, Bunt. Attraktivität der Ortschaften durch eine zukunftsfähige Gestaltung der Freiräume steigern und den Schutz der Biologischen Vielfalt vorleben.

Ausführliche Erläuterungen zu den Leitlinien sowie die Darstellung der Entwicklungsziele finden Sie hier.

Die Karte mit Darstellung der Entwicklungsräume finden Sie hier.

 

Wie kann ich mich einbringen?

Auf Grundlage der Freiraumanalyse und unter Berücksichtigung der definierten Leitlinien und Entwicklungsziele sollen Handlungsräume sowie konkrete Maßnahmen für die Aufwertung des Freiraums ausgearbeitet werden.

Für diese Maßnahmenplanung sind die Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort von besonderer Bedeutung. Für diesen Zweck ist ein Bürgerforum geplant.

Das Bürgerforum findet statt am Dienstag, den 23. August 2022 von 18 bis 20 Uhr in der Aula der Gesamtschule in Heimerzheim.

Um Anmeldung wird gebeten bei:

Anna Lena Müller
Rathausstr. 115
53913 Swisttal-Ludendorf
Telefon (d): (02255) 309-617
E-Mail: Annalena.Mueller[ät]Swisttal.de

Können Sie den Termin des Bürgerforums nicht wahrnehmen oder ist Ihnen nach dem Bürgerforum noch eine Idee zur Freiraumgestaltung eingefallen?

Auch nach dem Bürgerforum haben Sie noch die Möglichkeit, sich in die Konzeptentwicklung einzubringen. Bis zum 15. September 2022 können Sie Ihre Ideen und Wünsche zur Freiraumgestaltung an Lisa Becher, Mitarbeiterin der Gesellschaft für Umweltplanung und wissenschaftlichen Beratung aus Bonn senden, die im Auftrag der Gemeinde Swisttal die Konzepterstellung betreut:

Becher@umweltplanung-bonn.de

Die folgenden Leitfragen können dabei als Orientierung dienen. Diese sind den o.g. Leitlinien zugeordnet. Zu der Leitlinie „Landwirtschaft. Starker Partner für Mensch und Natur“ wurden keine weiteren Leitfragen definiert, da die Landwirtschaft in einem separaten Beteiligungsformat im Rahmen der Maßnahmenkonzeption befragt wurde. Anregungen, die diese Thematik betreffen, werden allerdings ebenso entgegengenommen.

Vielfältige Lebenswelten zwischen Stadt und Land. Nachhaltige Nutzung und Entwicklung einer abwechslungsreichen Landschaft mit Ville, Börde und Swist.

  • Wo sind Maßnahmen zur Aufwertung des Landschaftsbildes denkbar? Wie sehen diese aus?
  • Durch welche Maßnahmen kann die biologische Vielfalt im Gemeindegebiet gestärkt werden?
  • Wie kann die vielfältige Funktion der Gewässer – Biotop, Naherholungsraum, Klimaausgleichsraum – gestärkt werden?

Freiräume als Klimapuffer. Zukunftsfähig durch Klimaschutz und Klimaresilienz.

  • Wo und wie lassen sich Freiräume klimatisch widerstandsfähig gestalten? (gegen Hitze, Trockenheit, Starkregen)
  • Wo kann neue Begrünung (Baumpflanzungen, Hecken, Gehölzgruppen, Wald) zum Klimaschutz und zur Klimaresilienz beitragen?
  • Wo lässt sich das Wegenetz des Rad- und Fußverkehrs verbessern oder ausbauen?

Natur und Landschaft als Erlebnis- und Lernraum. Naherholung nachhaltig gestalten und fördern.

  • Welche Naherholungsräume können gestärkt und aufgewertet werden?
  • Wie lässt sich die Erholungswirkung entlang des Wegenetzes für den Rad- und Fußverkehr steigern?
  • Zu welchen Themenbereichen sollten Bildungsmöglichkeiten im Freiraum geschaffen werden? (z.B. Lernstandorte, Informationstafeln, Themenrouten)

Grün, Blau, Bunt. Attraktivität der Ortschaften durch eine zukunftsfähige Gestaltung der Freiräume steigern und den Schutz der Biologischen Vielfalt vorleben.

  • An welcher Stelle und durch welche Maßnahmen können innerörtliche Freiräume wie Parkanlagen, Spielflächen oder Plätze aufgewertet werden?
  • Wie kann die Grün-Blaue Infrastruktur gestärkt werden?
  • Wie können sich Bürgerinnen und Bürger zum Erhalt der Biologischen Vielfalt einsetzen?