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„Keine Kurze für die Kurzen“ – Achtsamkeit und Aufmerksamkeit im Karneval

Ludendorf. Viele freuen sich auf die Karnevalszeit, die in einigen Wochen ihren Höhepunkt mit den Umzügen erreicht. Bereits im Vorfeld finden zahlreiche Feiern statt. Sowohl hier und insbesondere bei den Umzügen ist auf die Jüngsten zu achten. Denn die Karnevalszeit begründet keine Ausnahme vom Jugendschutz.

 

Mit der Kampagne „Keine Kurze für die Kurzen“ sensibilisiert die Gemeinde Swisttal gemeinsam mit dem Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises für die Gefahren von Alkoholkonsum. „Wir wollen in unserer Gemeinde präventiv und mit vereinzelten Kontrollen   -zum Schutz der Jugend aktiv werden. Zudem appellieren wir an die Karnevalsvereine und Zugteilnehmer, achtsam beim Ausschank und Überreichen von alkoholischen Getränken zu sein. Auch Ältere in jugendlichen Gruppen sollten sich verantwortungsvoll gegenüber jüngeren Gruppenmitgliedern verhalten.“, sagte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner anlässlich des Besprechungstermins zum Start der Kampagne.

 

Unter der Leitung des Beigeordneten Hans Dieter Wirtz fanden bereits im Vorfeld der Kampagne Runde Tische mit Behördenvertretern der Polizei und des Rettungsdienstes zusammen mit Vertretern des Jugend- und Sozialamts statt. So wird es, wie bereits im letzten Jahr, erneut Kontrollen bei den Karnevalszügen in den größeren Orten wie Buschhoven, Heimerzheim und Odendorf geben. Zudem werden Karnevalsvereine sowie die Veranstalter der Umzüge angeschrieben, um auf potentielle Gefahren hinzuweisen und es wird stichpunktartige Kontrollen der Karnevalsveranstaltungen, Sitzungen und After-Zoch Parties geben. „Die Zusammenarbeit mit den Karnevalsvereinen, Veranstaltern und dem Gastgewerbe hat sich in der Vergangenheit bewährt und diese wollen wir fortführen“, sagte der Beigeordnete.

 

„Wir alle haben Verantwortung und die Gemeinschaft muss auf die „Kurzen“ achten“, sagte Elisabeth Wilhelmi-Dietrich, Leiterin des Jugendhilfezentrums für Alfter, Swisttal und Wachtberg. So soll man helfend tätig werden, wenn man auffälliges Verhalten beobachtet. Dies kann vielfältige Ursachen haben und nicht nur an Alkoholkonsum liegen, sondern auch durch die so genannten K.O.-Tropfen ausgelöst werden. Es sollten Getränke also nicht unbeobachtet stehen gelassen werden. „Wichtig ist zudem, dass die Gruppe gegenseitig aufeinander achtet und niemand allein gelassen wird. Im Fall des Falles sollten die Eltern oder falls erforderlich der Rettungsdienst gerufen werden“, so Wilhelmi-Dietrich weiter.

 

Neben der Achtsamkeit gegenüber dem Alkoholkonsum, gilt dies auch im Umgang miteinander. Ob es ein „Bützchen“ gibt, bestimmt man gemeinsam. Und so bleibt ein Nein ein Nein.

 

Speziell in der tollen Jahreszeit und im Straßenkarneval müssen viele daran erinnert werden, dass nicht alle Regeln außer Kraft gesetzt sind. „Gemeinsam mit allen Verantwortlichen wünsche ich unseren Karnevalisten, den Teilnehmern und Besuchern unserer Umzüge viel Spaß -aber mit Verantwortung“, betonte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner.

 

Jugendschutzgesetz (Auszug)



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