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Mundartlesung in Heimerzheim

- Swisttaler Lesetage -

Heimerzheim. In der privaten Scheune von Angela Garus kamen Mundartbegeisterte zur letzten Veranstaltung in der Reihe der Swisttaler Lesetage zusammen. Die Mundartgruppe „Hemezem op Platt“ präsentierte dörfliche Geschichten und Anekdoten und die Mundartband „Jood Jemisch“ begleitete den Leseabend musikalisch. Hermann Schlagheck, langjähriges Mitglied des Arbeitskreis Heimat und Herausgeber des Heimatboten, moderierte den Abend. Die Anwesenden beteiligten sich und erzählten spontan Anekdoten.

Monika Limpinsel las aus der „Bibel op Kölsch“ mehrere kirchliche Texte vor. So z.B. die Heilung des kranken Lazarus, die Speisung der Fünftausend und die Hochzeit zu Kanaan.

Einige der Geschichten, die Doris Krämer und Karl Wirtz vortrugen, handelten von der Schulzeit und Kindheit. So hatte ein älterer Junge anlässlich der Heimerzheimer Kirmes eine Wasserpistole geschenkt bekommen, die er mit zur Schule nahm, um sie im Unterricht auszuprobieren. Er hatte sich als Ziel einen Klassenkameraden ausgesucht. Es war der Zeitpunkt, als die Klasse Religionsunterricht durch den Pfarrer erhielt. Und es kam, wie es kommen musste, es wurde ein kompletter Fehlschuss. Denn der anvisierte Mitschüler beugte sich just in diesem Moment zu seinem Schulranzen herunter. Die komplette Wasserladung landete somit nicht wie geplant im Nacken des Mitschülers, sondern mitten im Gesicht des Pfarrers. Der Schrecken war groß und der Unterricht danach für kurze Zeit beendet, fand unter Hinzuziehung des Rektors seinen Fortgang und zwar in der Ermittlung des Täters. Da der Rektor seine Schüler sehr genau kannte, konnte der Kreis der möglichen Tatverdächtigen schnell eingegrenzt werden. Ebenso schnell folgte die Täterermittlung; der betreffende Schüler war geständig und bereute seine Tat.

Eine weitere Geschichte handelte von der früher verwendeten Anrede Fräulein. Insbesondere war diese Anrede für Lehrerinnen üblich, so auch an der Schule in Heimerzheim. Die Begebenheit war nun so, dass sich der ehemalige Schüler und die in Heimerzheim für ehemalige Lehrerin auf der Brücke an der Swist begegneten und er sie wie in der Schulzeit gewohnt, mit der Anrede Fräulein freundlich begrüßte. Daraufhin wurde er jedoch von der Lehrerin „unterrichtet“, wie in der heutigen Zeit die Anrede zu lauten habe. „Do hätt me keene Hoot mie jepass“, so der ehemalige Schüler.

 

Lesetage: Heimerzheim



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