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Ergebnisse des Fahrradklimatestes 2016 für Swisttal

ADFC

Alle zwei Jahre befragt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) bundesweit die Bürgerinnen und Bürger, wie Sie das Fahrradklima in ihrer Stadt oder Gemeinde bewerten. Die Befragung erfolgt grundsätzlich online über das Internet, es können aber auch schriftliche Fragebögen genutzt werden.

Gewertet und bekannt gegeben wurden in Kommunen unter 50.000 Einwohner(inne)n die Ergebnisse nur dann, wenn mindestens 50 Personen teilnahmen. Dies war in Swisttal 2016 mit 67 Personen erstmals der Fall, was auf ein - erfreulicherweise - gestiegenes Interesse am Thema Radverkehr in Swisttal hindeutet.

Die Ergebnisse der Befragung, die im Herbst 2016 stattfand, wurden im Mai bekannt gegeben.

Es wurden 27 einzelne Aspekte des Radverkehrs abgefragt, die in 5 Themenbereichen zusammengefasst sind und mit Schulnoten von 1 bis 6 bewertet werden konnten. So wurde im Themenbereich ,,Komfort beim Radfahren“ z.B. bewertet, ob die Wege für Radfahrer/innen angenehm breit sind und ein problemloses Überholen langsamerer Radfahrer/innen ermöglichen oder ob die Wege für Radfahrer/innen oft zu schmal sind. 1 Person bewertete diesen Aspekt in Swisttal mit der Note 1, die Note 6 wurde dagegen von 6 Personen vergeben, die übrigen Bewertungen waren dazwischen, die Durchschnittsnote war mit 3,7 relativ gut.

Auffällig beim Ergebnis für Swisttal war, dass es im Themenfeld "Stellenwert des Radfahrens“ nur wenige Bewertungen mit der Note 1 oder 2 gab, und viele Bewertungen mit 5 oder 6. Bei den anderen vier Themenfeldern ,,Fahrrad und Verkehrsklima“, „Sicherheit beim Radfahren“, ,,Komfort beim Radfahren“ und ,,Infrastruktur und Radverkehrsnetz“ waren die Bewertungen deutlich ausgewogener. Darin kommt vermutlich zum Ausdruck, dass in Swisttal zwar 2001 ein umfassendes Radverkehrskonzept mit vielen konkreten Maßnahmen beschlossen wurde, die Umsetzung aber vor etwa 10 Jahren auch aufgrund der finanziellen Situation ins Stocken geriet und eine gezielte und systematische Förderung des Radverkehrs quasi aufgegeben wurde.

Die Gesamtnote, die aus dem Durchschnitt aller 27 Einzelnoten berechnet wurde, ist mit 3,9 insgesamt leicht unterdurchschnittlich im Gesamtvergleich aller gewerteten Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern.

Die relativ gesehen besten Ergebnisse wurden in Swisttal bei den Aspekten „Erreichbarkeit Stadtzentrum“ (Durchschnittsbewertung 2,7), zügiges Radfahren (2,9), Wegweisung für Radfahrer (3,0) und Konflikte mit Fußgängern (3,0) erzielt. Nimmt man noch die Aspekte Spaß oder Stress (3,1), geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung (3,1), und Alle fahren Fahrrad (3,2) hinzu, so lässt sich sagen, dass in Swisttal gute Grundlagen vor allem in Bezug auf das Thema „Infrastruktur und Radverkehrsnetz“ gesehen werden, um attraktive Radverkehrsbedingungen in Swisttal zu schaffen.

Die schlechtesten Ergebnisse gab es in Swisttal bei den Aspekten „Öffentliche Fahrradleihsysteme“ (5,4), Fahrradförderung in jüngster Zeit (4,7) und Werbung für das Radfahren (4,6).

Die schlechte Bewertung bei öffentlichen Fahrradleihsystemen verwundert nicht, weil es Fahrradverleihsysteme in Swisttal nicht gibt. Dieser Aspekt ist auch derjenige, der mit Abstand als unwichtigster angesehen wird. Daher ist diese Bewertung kein Anlass zur Sorge.

Die relativ schlechte Bewertung bei den Aspekten Fahrradförderung und Werbung ist Ausdruck dessen, dass – wie bereits geschildert - in den letzten 10 Jahren relativ wenig zur Förderung des Radverkehrs in Swisttal getan wurde. Das soll sich jetzt ändern, was der ADFC sehr begrüßt.

Mit zur schlechten Bewertung bei diesen Aspekten beigetragen hat vielleicht auch, dass mit dem Bau des seit sehr langer Zeit geforderten und geplanten Radwegs an der Landstraße von Heimerzheim nach Metternich immer noch nicht begonnen wurde, obwohl Geld im Landeshaushalt dafür zur Verfügung steht. Hier tut sich StraßenNRW als zuständige Straßenbaubehörde sehr schwer. Das nehmen die Radfahrer/innen, die diesen Radweg schmerzlich vermissen, wahr und wirkt sich beim Fahrradklimatest aus, obwohl die Gemeinde Swisttal hierauf wenig Einfluss hat.

lnsgesamt zeigen die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2016, dass es nach Ansicht der Teilnehmer/innen in Swisttal in der Praxis an manchem fehlt, was ein gutes Fahrradklima ausmacht, es aber bereits gute Grundlagen für Verbesserungen gibt.
„Schön, dass Rat und Bürgermeisterin begonnen haben, nun dem Radverkehr wieder größeres Augenmerk zu schenken und sich durch die Ergebnisse des Fahrradklimatests darin bestärkt fühlen“, meint Dr. Georg Wilmers als Sprecher des ADFC für die Verkehrsplanung im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis.

Gemeinde Swisttal

Der Rat hat für den Doppelhaushalt 2016/2017 die Aktualisierung des bestehenden Radverkehrskonzepts aus dem Jahr 2001 beschlossen. Gleichzeitig hat er beschlossen, wie bereits 2000, einen Arbeitskreis zur Überarbeitung und Umsetzung des Radverkehrskonzeptes zu bilden. Der Arbeitskreis besteht aus Vertretern der Fraktionen, der Landwirte, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und Mitarbeitern der Gemeinde.

Mit seinem Beschluss möchte der Rat die Überarbeitung und Fortführung der Inhalte des Radverkehrskonzepts wiederaufnehmen. Wegen fehlender Finanzmittel konnten die geplanten Entwicklungsschritte nicht alle umgesetzt werden. Insbesondere durch veränderte Förderrichtlinien in der Nahmobilität ergeben sich Chancen zur weiteren Umsetzung. Nach der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz sind Investitionen im Bereich Klimaschutz und nachhaltige Mobilität förderfähig.

In den Gesamtzusammenhang fließt ebenfalls das Radverkehrskonzept des Rhein-Sieg-Kreises ein. Der Arbeitskreis Radverkehr hat bisher dreimal getagt und bereits einzelne Maßnahmen benannt, die nach entsprechendem Beschluss des zuständigen Ausschusses umgesetzt werden sollen. Hierzu gehören Markierungsarbeiten im Bereich B56/Swistunterhaltungsweg, die Erneuerung von Schutzstreifen entlang des Höhenrings und der Bornheimer Straße sowie roter Markierungen an der Kreuzung Bornheimer Straße/Bachstraße, die Autofahrer auf den kreuzenden Radverkehr hinweisen.

Neben der Mitwirkung des ADFC im Arbeitskreis Radverkehr möchte die Gemeinde das Potenzial und das Wissen des ADFC nutzen. Vorstellbar sind gemeinsame Aktivitäten zur Vorstellung verschiedener Radrouten, Aktionstage zum E-Bike und gemeinsame Fahrten zur Sichtung von Radwegen.

„Die Gemeinde Swisttal hat mit Interesse den Fahrradklimatest unterstützt, um Aussagen zum Radverkehr in Swisttal zu erhalten. In unserer Flächengemeinde hat insbesondere der Bereich der Nahmobilität durch E-Bikes ein aussichtreiches Potential. Größere Neubaumaßnahmen sind nur möglich, sofern eine entsprechende Förderung erfolgt. Die Mitwirkung der zuständigen Behörden sowie die Bereitschaft von Grundstückseigentümern sind entscheidende Voraussetzungen für das Gelingen solcher Projekte. Daneben lassen sich aber eine Vielzahl von kleineren und wirkungsvollen Verbesserungen für den Radverkehr umsetzen“, sagte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner.

 

Fahrradklimatest

 

V.l. Georg Wilmers, Sandra Brüssel und Petra Kalkbrenner


















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