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Udo Weibörner trug aus seinem historischen Schiller-Roman vor

- 4. Swisttaler Lesetage -

 

Miel. Auf Schloss Miel erlebten zahlreiche Besucher eine Lesung mit dem Meckenheimer Autor Udo Weinbörner. Mit seiner Ehefrau trug der Schriftsteller auch einige Passagen in Form einer szenischen Lesung vor. Musikalisch begleitet wurde die Lesung von Esther Gräfin von Schwerin am Flügel mit Werken des Komponisten Johann Sebastian Bach, der Schiller Lieblingskomponist war.

 

Zunächst ging Udo Weinbörner auf die Umstände ein, unter denen Friedrich Schiller aufwuchs, der auf Geheiß des Herzogs Karl Eugens die Karlsschule, eine  militärische Akademie, besuchen musste und gezwungen wurde Arzt zu werden. Es folgten Beschreibungen von Zeitzeugen zu Schillers Aussehen und dessen Kammer; anhand derer der Wille und Wunsch erkennbar war, das Schiller unter allen Umständen schreiben und dichten wollte. Weinbörner schilderte anschaulich und spannend, mit historischen Details, wie Schiller sein berühmtes Drama „Die Räuber“ verfasste. Unterhaltsam, anschaulich und mitreißend schilderte er, wie Schiller heimlich und ohne Theaterkarte nach Mannheim reist, um die Uraufführung der „Räuber“ mitzuerleben. Ebenso trug er eine Passage vor, in der auf bewegende Weise eine Begegnung zwischen Schiller und dem im Kerker gefangenen Dichter, Journalisten und Komponisten Christian Friedrich Daniel Schubart dargestellt wird. Mit Musik von Johann Sebastian Bach untermalt, veranschaulichte Weinbörner durch eindrucksvolles Schauspiel, dem Publikum, wie Schiller beim Hören von Bachmusik in regelrechte dichterische Rauschzustände geriet. Die Besucher zeigten sich begeistert und dankten Autor und Künstlerin mit mehrfachen, langanhaltenden Applaus.

 

Lesetage Weibörner

 




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