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Reise in vergangene Zeiten – „Tag des offenen Denkmals“ im Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Am kommenden Sonntag (08. September 2019) kann man auch im Rhein-Sieg-Kreis sonst oft Verschlossenes und Unbekanntes entdecken. Zum 100-jährigen Bauhausjubiläum steht der diesjährige "Tag des offenen Denkmals" unter dem Motto "Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur". Der Fokus liegt dabei oft auf revolutionären Ideen oder dem technischen Fortschritt.

 

Das Bauhaus wurde - obwohl es nur vierzehn Jahre bis zur Schließung im Jahr 1933 existierte - zu einer der prägendsten Schulen für Architektur, Kunst und Design im 20. Jahrhundert. 2019 jährt sich die Gründung des Bauhauses zum 100. Mal – und damit auch der wichtigste künstlerische Umbruch des 20. Jahrhunderts, der das künstlerische Denken und Schaffen weltweit revolutionierte und bis heute wirkt.

 

Passend zum Motto hat die Studiobühne in der Humperdinckstraße in Siegburg geöffnet. Das Gebäude ist ein 1933 fertiggestellter Anbau an das aus dem Jahr 1888 stammende Hauptgebäude. Dieser und der zeitgleich entstandene Anbau an die gegenüberliegende Turnhalle sind besondere Spuren, die das Bauhaus im Rhein-Sieg-Kreis hinterließ.

 

Im Rhein-Sieg-Kreis ist außerdem unter anderem der denkmalgeschützte Bahnhof in Alfter-Witterschlick aus dem Jahr 1903 für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Seit 2011 wird das alte Stellwerk als Museum mit simultaner Modellbahn genutzt. Besichtigt werden kann auch eine denkmalgeschützte Fachwerkhofanlage in Form des rheinischen Vierkanthofs aus dem Jahr 1732 in Meckenheim-Altendorf.

Auch zahlreiche Kirchen nehmen am "Tag des offenen Denkmals" teil. Geöffnet hat beispielsweise die romanische dreischiffige Klosterkirche von 1170-90 "St. Agnes" in Eitorf-Merten. Das gesamte Programm gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

 

Der Rhein-Sieg-Kreis hat von allen Kreisen in Nordrhein-Westfalen die meisten Denkmäler. Aktuell sind rund 3.900 Denkmäler eingetragen und unter Schutz gestellt. Dabei handelt es sich um 3.392 Baudenkmäler, 458 Bodendenkmäler und 24 bewegliche Denkmäler. Außerdem sind 8 Denkmalbereiche ausgewiesen: Das sind abgegrenzte Gebiete, die als Gesamtheit Denkmalcharakter haben und geschützt sind.

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich bundesweit und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale aller Arten ein. Dabei verfolgt sie einen umfassenden Ansatz, der von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmäler, zahlreichen Jugendprojekten bis hin zum "Tag des offenen Denkmals" reicht.

 

Rund 400 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz freut sich darüber, dass Bundespräsident Frank Walter Steinmeier die Schirmherrschaft über die DSD übernommen hat. Er führt damit die Tradition seiner Vorgänger, zuletzt Joachim Gauck, fort. Die Stiftung ist stolz auf diese Anerkennung ihrer Arbeit durch das Staatsoberhaupt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 ist der jeweils amtierende Bundespräsident kontinuierlich Schirmherr der Stiftung.



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