Menü

Suche

Suche

Designauswahl

Designauswahl
Sie sind hier: www.Swisttal.de
.

Briefwechsel eines Liebespaars während des zweiten Weltkriegs

- Swisttaler Lesetage -

Ollheim. In der Pfarrscheune in Ollheim las Jenny Kollenberg aus dem Buch „Selma und Alex“ vor, in dem sie Briefe veröffentlicht hat, die ihre Eltern sich während den Jahren 1940 bis 1943 - der Zeit des zweiten Weltkrieges - geschrieben haben. Sie hatte von der Existenz der Briefe erst vor rund 20 Jahren erfahren. Die Zuhörer erhielten einen aufschlussreichen Einblick in den Zeitgeist, der sich in den Briefen offenbart und die zugleich das Zeugnis einer Liebesgeschichte sind.

Der Vater schrieb ihrer Mutter regelmäßig Briefe, in denen er ihr auch den Ort seines Aufenthalts mitteilte, obwohl das verboten war. Er berichtet über seine militärische Ausbildung und sein alltägliches Leben in der Kaserne. Alex kommt als Besatzungssoldat nach Frankreich. Da er die französische Sprache beherrscht, ist er als Dolmetscher tätig. Bereits im Juni 1940 schreibt Alex „hoffentlich ist der Krieg bald vorbei“. Zunächst ist er zuversichtlich, was den Ausgang des Krieges betrifft, stolz dabei zu sein „in dieser großen Zeit“. Nach dem Kriegsbeginn mit Russland 1941 verändert sich seine Meinung hierüber und im November 1942 schreibt er aus Russland, dass er nicht mehr viel Gutes an dieser Sache halte. Er berichtet von zahlreichen Impfungen und erklärt seiner Frau, dass gegen die Läuse und Wanzen nur Saunagänge helfen. Die Mutter Selma erzählt in ihren Briefen von ersten Bombardierungen. Sie tröstet sich damit, dass die Bomben doch nicht alles treffen könnten und hofft auf ein Wiedersehen mit ihrem Mann. Ende 1943 wird Kollenbergs Vater schwer verwundet und wird nach einem Jahr im Lazarett nach Hause entlassen.

Im Anschluss an die Lesung sprach Jenny Kollenberg mit den Besuchern der Lesung über ihre Eltern, die Kriegszeit und teilte persönliche Erinnerungen.

 

Lesetage: Kollenberg



PDF erstellen
.